Kampfgeschrei bis unters Hallendach

Der TV Becketal hat sein alljährliches Taekwondo-Turnier zum siebten Mal durchgeführt – Knapp 300 Sportler in der Eugen-Haas-Halle zu Gast – Überraschungsauftritt von TV-Star.

Tritte durch die Luft, Schläge auf den Körper, Kampfgeschrei – so etwas bekommen die Zuschauer in der Gummersbacher Eugen-Haas-Halle bei den üblichen Besuchen im Rahmen eines Handballspiels sonst eher selten zu sehen. Am Samstag waren die Schlagabtausche aber ein erwartetes und gern gesehenes Szenario für alle Gäste und Teilnehmer des Taekwondo-Turniers des TV Becketal. Seit 2019 warteten Hunderte Sportler auf das hochkarätige Ranglisten-Turnier der Nordrhein-Westfälischen Taekwondo-Union (OA berichtete). Knapp 300 Athleten aller Altersklassen nahmen am 7. Internationalen Becketal-Cup teil.

[Prof. Friedrich Wilke war fasziniert von dem, was er in der Eugen-Haas-Halle gesehen hat.]

„Ich freue mich über alle Sportler hier, ob von nah oder fern. Ein Dank geht auch an alle Eltern, die ihren Kindern den zeitintensiven Sport ermöglichen“, sagte Gummersbachs Bürgermeister Frank Helmenstein im Rahmen der Begrüßung. Neben zahlreichen Athleten aus Deutschland reisten auch einige aus dem Ausland an, was Cheforganisator Bajrush Saliu vom TVB gut gefiel: „Ich bin sehr zufrieden. Es ist schön zu sehen, wie engagiert und fair hier alle kämpfen“.

„Eine spannende Sportkunst, die viele Elemente verbindet. Geschicklichkeit, Schnelligkeit, Verantwortung und vor allem Respekt vor seinem Gegenüber sind gefragt“, schwärmte der stellvertretender Landrat Prof. Friedrich Wilke. Dass es auch mal heißher gehen kann, zeigten bereits die kleinen Sportler in den Morgenstunden. Es fanden mehrere Kämpfe parallel statt, was die Zuschauer in der Halle durchgehend elektrisierte. Hagen Jobi, Vorsitzender vom Kreissportbund Oberberg, schloss sich den Worten des Bürgermeisters an: „Ein faszinierender Sport mit viel Bewegung. Man muss den Eltern ein großes Kompliment für ihr Engagement machen, dass sie ihre Kinder so unterstützen.“

[Muhamed Kahrimanovic (oben Mitte) bewies sein geringes Schmerzempfinden an Steinen, Brettern und Kokosnüssen.]

In der Mittagspause des Cups gab es dann noch eine Überraschung: Muhamed Kahrimanovic, mehrfacher Weltrekordhalter, wenn es darum geht, robuste Dinge mit der eigenen Hand so schnell wie möglich zu zerschlagen, trat mit seiner Show auf. „Bitte nicht nachmachen, Leute“, scherzte der achtmalige „Wetten, dass..?“-Teilnehmer zu Beginn seiner Aufführung. Er zerschlug nach und nach immer mehr Bretter und auch Steine und legte es zum Schluss auf eine Reihe von Kokosnüssen an, die er in Windeseile zerteilte.

Quelle: Oberberg-Aktuell.de